Miteinander oder jeder für sich: Wo stehst du im Sozialstaat?

Im Alltag geht es selten um große Begriffe wie „Sozialstaat“ oder „Gerechtigkeit“. Es geht um ganz konkrete Situationen: Miete, Arbeit, Geld, Behördenbriefe oder ein knappes Budget.

Es geht um Menschen, die arbeiten und trotzdem nicht auskommen.
Um Familien, die unter Druck stehen.
Um ältere Menschen, die einsam werden.
Und um die Frage, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen.

Wir, Armutsnetzwerk – Diakonie Deutschland – Evangelischer Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt – Nationale Armutskonferenz, wollen mit diesem Test zum Gespräch anregen.

Welcher Sozialstaats-Typ bist du?

So geht‘s: Dieser Test hat kein „richtig“ oder „falsch“.
Es geht um eine einfache, aber grundlegende Frage:

👉 Was braucht ein Mensch, um in Würde leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können?


Der Persönlichkeitstest lädt dich ein, Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten: nicht nur als „System“, sondern als Frage nach Würde, Teilhabe und Solidarität und herauszufinden, welche Haltung du zu Gerechtigkeit und den Aufgaben des Sozialstaats im Alltag hast.


Hinweis: Kreuze jeweils die Antwort an, die deiner ersten Reaktion am ehesten entspricht.

1 / 10

Alleinerziehende Mutter

Eine alleinerziehende Mutter arbeitet Teilzeit im Supermarkt. Am Monatsende reicht das Geld kaum für Essen, Kleidung und Schulsachen.


Wie sollte eine Gesellschaft reagieren?

2 / 10

Familie mit wenig Spielraum

Eine Familie aus deiner Nachbarschaft ist vor Krieg geflohen. Vater, Mutter und drei Kinder leben inzwischen hier, sprechen wenig Deutsch und haben kaum Geld. Die Miete ist bezahlt, aber für Ausflüge, Schulmaterialien und Geburtstage bleibt nichts.


Wie bewertest du das?

3 / 10

Unterstützung durch den Sozialstaat

Staatliche Mittel sind begrenzt. Inwieweit sollte der Sozialstaat eingreifen und auffangen, wenn Menschen in Armut leben oder in Armut abzurutschen drohen?


Wenn du entscheiden müsstest: Was sollte ein Sozialstaat leisten?

4 / 10

Die Schuldenfalle

Eine Freundin hat Rechnungen verpasst; Mahnungen tauchen auf.

Die Situation wächst ihr über den Kopf.


Was wäre hilfreich?

5 / 10

Ausbildung oder Job

Eine junge Frau steht vor der Wahl: ein schlecht bezahlter, körperlich belastender Job im Lager oder eine mehrjährige Ausbildung mit Perspektive.


Was ist aus deiner Sicht wichtiger?

6 / 10

Mobilität und Kontakte

Ein älterer Mann lebt allein. Weil er sich Fahrkarten kaum leisten kann, trifft er seine Freunde kaum noch.


Was ist hier wichtig?

7 / 10

Perspektive: Was heißt „würdevolles Leben“?


Was gehört für dich dazu, damit ein Mensch in Deutschland gut leben kann?

8 / 10

Termin beim Amt verpasst

Der junge Mann aus dem Haus gegenüber im Bürgergeldbezug hat einen wichtigen Termin beim Amt verpasst – der Brief war für ihn schwer verständlich und ging in der Post unter.


Was ist angemessen?

9 / 10

Die Mieterhöhung

Deine Nachbarin arbeitet als Pflegehelferin in Vollzeit.

Plötzlich steigt ihre Miete um 200 Euro monatlich. Sie weiß nicht, wie sie das dauerhaft stemmen soll.


Was sollte aus deiner Sicht passieren?

10 / 10

Leistungskürzung wegen Pflichtverletzung

Deine Cousine hat einen Termin verpasst, weil sie kurzfristig dringend mit ihrem Kind zum Arzt musste und damit ihre Pflicht beim Jobcenter nicht erfüllt, deshalb wurde ihre Leistung gekürzt. Das Einkommen fällt nun deutlich unter das Existenzminimum.


Wie findest du das?

Ihr kennt jemanden, der den Test auch unbedingt machen sollte? Dann teilt ihn gern!

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Miteinander oder jeder für sich – Hier stehen wir

Danke für deine Teilnahme an unserem Persönlichkeitstest!

Der Test stellt keine politischen Lager gegenüber.
Er stellt Fragen nach dem Menschen im System.

👉 Nach Würde.
👉 Nach Teilhabe.
👉 Nach Verantwortung füreinander.

Und er soll zur Reflexion anregen: Wie würden wir handeln, wenn die Personen aus unserer Nachbarschaft betroffen wären? Soziale Unterstützung kann an vielen Stellen Brücken bauen – von praktischer Hilfe (z. B. Schuldnerberatung, Fahrdienste) bis zu persönlicher Begleitung.

Welche Antwort hat dich überrascht – und in welchem konkreten Fall würdest du vielleicht anders entscheiden, wenn du die Person kennen würdest?


Hier kannst du unsere Einschätzung zu den Fragen nachlesen:

Die Mieterhöhung

Deine Nachbarin arbeitet als Pflegehelferin in Vollzeit. Plötzlich steigt ihre Miete um 200 Euro monatlich. Sie weiß nicht, wie sie das dauerhaft stemmen soll.


Unsere Einschätzung

Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Hohe Wohnkosten treffen oft Menschen mit wenig Spielraum. Sozialarbeiterische Hilfe kann hier praktische Beratung vermitteln, Mietrechtsinformation geben und Anlaufstellen nennen. Arbeit allein schützt nicht immer vor Armut. Deshalb stellt sich die Frage nach gesellschaftlicher Verantwortung für ein würdevolles Leben. Steigende Wohnkosten treffen oft Menschen mit niedrigen Einkommen, auch wenn sie arbeiten. Schuldnerberatung und Wohnberatung können hier oft schnelle Hilfe leisten.

Alleinerziehende Mutter

Eine alleinerziehende Mutter arbeitet Teilzeit im Supermarkt. Am Monatsende reicht das Geld kaum für Essen, Kleidung und Schulsachen.


Unsere Einschätzung

„Armut trotz Arbeit“ ist Realität. Soziale Angebote wie Familienberatung, Tafeln oder Sachspenden können kurzfristig entlasten. Es stellt sich langfristig aber die Frage, wie ein Leben in Würde gelingen kann, wenn Anstrengung allein nicht reicht. Besonders Kinder gelten dabei als schutzbedürftig und nicht verantwortlich für die Lebenslage der Eltern.

Termin beim Amt verpasst

Ein junger Mann im Bürgergeldbezug hat einen wichtigen Termin beim Amt verpasst – der Brief war für ihn schwer verständlich und ging in der Post unter.


Unsere Einschätzung

Viele Menschen haben Probleme mit komplexen Schreiben oder digitaler Post. Beratungsstellen unterstützen beim Ausfüllen und beim Schriftverkehr mit Behörden. Sozialarbeiterisches Handeln legt Wert auf Verständlichkeit, Geduld und das Ernstnehmen von Lebensrealitäten. Nicht jeder Fehler ist Ausdruck von „Unwillen“ – manchmal sind es Überforderung, Sprache oder Lebensdruck.

Ausbildung oder Job

Eine junge Frau steht vor der Wahl: ein schlecht bezahlter, körperlich belastender Job im Lager oder eine mehrjährige Ausbildung mit Perspektive.


Unsere Einschätzung

Kurzfristige Einnahmen helfen akut; Weiterbildung sichert langfristig. Kurzfristiger Job vs. langfristige Perspektive — beides hat Berechtigung. Soziale Träger bieten Lernhilfen und oft Starthilfen für Ausbildungen an. Beratung kann bei Antragswegen, Stipendien und Ausbildungsbegleitung unterstützen. Hier steht die Frage im Raum, ob Menschen nur „verwertbar“ sein sollen oder sich entwickeln dürfen. Akteur*innen der Sozialen Arbeit betonen oft: Bildung und Entwicklung sind Teil von Menschenwürde. Für sie bedeutet Unterstützung oft: Menschen nicht nur „in Arbeit bringen“, sondern Perspektiven eröffnen.

Familie mit wenig Spielraum

Eine Familie aus deiner Nachbarschaft ist vor Krieg geflohen. Vater, Mutter und drei Kinder leben inzwischen hier, sprechen wenig Deutsch und haben kaum Geld. Die Miete ist bezahlt, aber für Ausflüge, Schulmaterialien und Geburtstage bleibt nichts.


Unsere Einschätzung

Teilhabe ist mehr als Existenzsicherung. Soziale Arbeit betont: Menschen brauchen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch Begegnung, Freude und soziale Zugehörigkeit. Geflüchtete Familien brauchen oft spezielle Beratungen (Sprachkurse, Traumahilfe, Integrationsangebote). Soziale Einrichtungen bieten niedrigschwellige Angebote für Kinder und Familien an. Soziale Projekte bieten oft Freizeitangebote, Ferienfreizeiten oder Zuschüsse.

Leistungskürzung wegen Pflichtverletzung

Deine Cousine hat ihre Pflicht beim Jobcenter nicht erfüllt, deshalb wurde ihre Leistung gekürzt. Das Einkommen fällt nun deutlich unter das Existenzminimum.


Unsere Einschätzung

Hier steht die Spannung zwischen Ordnung und Menschlichkeit im Mittelpunkt.
Soziale Perspektiven fragen: Schützt eine Maßnahme den Menschen – oder verletzt sie seine Würde? Sanktionen treffen oft nicht nur die betroffene Person, sondern ganze Familien. Beratung kann Vermittlung, Rechtsbeistand und soziale Unterstützungsnetzwerke anbieten.

Mobilität und Kontakte

Ein älterer Mann lebt allein. Weil er sich Fahrkarten kaum leisten kann, trifft er seine Freunde kaum noch.


Unsere Einschätzung

Mobilität und soziale Kontakte sind zentrale Teile eines selbstbestimmten Lebens – auch im Alter. Einsamkeit und fehlende Mobilität verschlechtern Lebensqualität. Hier helfen Fahrdienste, Besuchsdienste oder Fahrkartenhilfen. Einsamkeit ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern als Frage von Teilhabe und Gemeinschaft. Menschsein braucht Beziehung.

Schuldenfalle

Eine Freundin hat Rechnungen verpasst; Mahnungen tauchen auf. Die Situation wächst ihr über den Kopf.


Unsere Einschätzung

Schuldnerberatung verhindert die Eskalation der Schuldenspirale und hilft, Perspektiven zu finden.

Perspektive: Was heißt „würdevolles Leben“?

Was gehört für dich dazu, damit ein Mensch in Deutschland gut leben kann?


Unsere Einschätzung

Würde ist ein zentraler Begriff: Würde umfasst mehr als Überleben — gesellschaftliche Teilhabe ist zentral. Soziale Arbeit betont oft den ganzen Menschen: materielle Hilfe plus Beziehungsangebote. Ein Mensch ist nicht nur „Versorgungsfall“, sondern hat Anspruch auf Teilhabe am Leben der Gesellschaft.

Wenn du entscheiden müsstest: Worauf sollte der Fokus liegen?

Staatliche Mittel sind begrenzt. Inwieweit sollte der Sozialstaat eingreifen und auffangen, wenn Menschen in Armut leben oder in Armut abzurutschen drohen?


Unsere Einschätzung

Hier steht die Grundfrage im Mittelpunkt: Ist Gesellschaft primär ein System von Regeln – oder eine Gemeinschaft gegenseitiger Verantwortung? Unterschiedliche Philosophien führen zu unterschiedlichen Politiken. Soziale Träger arbeiten meist praxisnah: Hilfe kombinieren mit Beratung und Vermittlung.


Hier kannst du den Test noch einmal machen:

Welcher Sozialstaats-Typ bist du?

So geht‘s: Dieser Test hat kein „richtig“ oder „falsch“.
Es geht um eine einfache, aber grundlegende Frage:

👉 Was braucht ein Mensch, um in Würde leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können?


Der Persönlichkeitstest lädt dich ein, Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten: nicht nur als „System“, sondern als Frage nach Würde, Teilhabe und Solidarität und herauszufinden, welche Haltung du zu Gerechtigkeit und den Aufgaben des Sozialstaats im Alltag hast.


Hinweis: Kreuze jeweils die Antwort an, die deiner ersten Reaktion am ehesten entspricht.

1 / 10

Ausbildung oder Job

Eine junge Frau steht vor der Wahl: ein schlecht bezahlter, körperlich belastender Job im Lager oder eine mehrjährige Ausbildung mit Perspektive.


Was ist aus deiner Sicht wichtiger?

2 / 10

Perspektive: Was heißt „würdevolles Leben“?


Was gehört für dich dazu, damit ein Mensch in Deutschland gut leben kann?

3 / 10

Mobilität und Kontakte

Ein älterer Mann lebt allein. Weil er sich Fahrkarten kaum leisten kann, trifft er seine Freunde kaum noch.


Was ist hier wichtig?

4 / 10

Termin beim Amt verpasst

Der junge Mann aus dem Haus gegenüber im Bürgergeldbezug hat einen wichtigen Termin beim Amt verpasst – der Brief war für ihn schwer verständlich und ging in der Post unter.


Was ist angemessen?

5 / 10

Unterstützung durch den Sozialstaat

Staatliche Mittel sind begrenzt. Inwieweit sollte der Sozialstaat eingreifen und auffangen, wenn Menschen in Armut leben oder in Armut abzurutschen drohen?


Wenn du entscheiden müsstest: Was sollte ein Sozialstaat leisten?

6 / 10

Leistungskürzung wegen Pflichtverletzung

Deine Cousine hat einen Termin verpasst, weil sie kurzfristig dringend mit ihrem Kind zum Arzt musste und damit ihre Pflicht beim Jobcenter nicht erfüllt, deshalb wurde ihre Leistung gekürzt. Das Einkommen fällt nun deutlich unter das Existenzminimum.


Wie findest du das?

7 / 10

Familie mit wenig Spielraum

Eine Familie aus deiner Nachbarschaft ist vor Krieg geflohen. Vater, Mutter und drei Kinder leben inzwischen hier, sprechen wenig Deutsch und haben kaum Geld. Die Miete ist bezahlt, aber für Ausflüge, Schulmaterialien und Geburtstage bleibt nichts.


Wie bewertest du das?

8 / 10

Alleinerziehende Mutter

Eine alleinerziehende Mutter arbeitet Teilzeit im Supermarkt. Am Monatsende reicht das Geld kaum für Essen, Kleidung und Schulsachen.


Wie sollte eine Gesellschaft reagieren?

9 / 10

Die Schuldenfalle

Eine Freundin hat Rechnungen verpasst; Mahnungen tauchen auf.

Die Situation wächst ihr über den Kopf.


Was wäre hilfreich?

10 / 10

Die Mieterhöhung

Deine Nachbarin arbeitet als Pflegehelferin in Vollzeit.

Plötzlich steigt ihre Miete um 200 Euro monatlich. Sie weiß nicht, wie sie das dauerhaft stemmen soll.


Was sollte aus deiner Sicht passieren?

Ihr kennt jemanden, der den Test auch unbedingt machen sollte? Dann teilt ihn gern!

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Gipfel gegen Ungleichheit … Praxis meets Wissenschaft

Am Mittwoch, 30.09.2026 ab 13:00 Uhr und Donnerstag, 01.10.2026 bis 13:00 Uhr findet in Berlin-Kreuzberg der Gipfel gegen Ungleichheit statt.

Diese Veranstaltung zielt gleichermaßen auf die Partizipation und demokratische Teilhabe von armen Menschen sowie auf den Dialog mit dem politischen Raum und der Öffentlichkeit.

Zu diesem Treffen sollen Aktive zusammenkommen:

  • aus der Politik,
  • aus Wohlfahrtsverbänden,
  • aus der Wissenschaft sowie
  • Menschen mit Armutserfahrung.

„Gipfel gegen Ungleichheit … Praxis meets Wissenschaft“ weiterlesen

Berichte: 6. – 8.11.25 Treffen der Menschen mit Armutserfahrung

Rund 100 von Armut betroffene Menschen trafen sich am 6. und 7.11.2025 in den Räumen der Diakonie Deutschland. Beim Treffen der Menschen mit Armutserfahrung der Nationalen Armutskonferenz (nak) wollten sie sich austauschen, Themen diskutieren, die für von Armut betroffene Menschen wichtig sind, und ihre Forderungen an die Politik formulieren. Am 8.11. folgte eine Aktion am Berliner Alexanderplatz, um auf die entwickelten Forderungen und die Probleme der Menschen mit Armutserfahrung aufmerksam zu machen.

Die umfassende Dokumentation mit einem ausführlichen Bericht über die Veranstaltung können Sie an dieser Stelle herunterladen:
Dokumentation Treffen der Menschen im Armutserfahrung 2025-finx

Zum Treffen der Menschen mit Armutserfahrung vom 6. – 8. November 2025 gab es die folgende digitale Pressemappe zur PK am Do morgen:
https://ewde.sharefile.eu/share/view/s92163e398745449b92007bdf30d25fa0/foff2c9e-d809-40a6-a438-af9b04e5f117

TMA 2025 Alex Embs Statement

TMA 2025 Einführung nak Monja Ben Messaoud

TMA 2025 Erklärung

TMA 2025 Manja Starke Statement

TMA 2025 Personen-Portraits OrgaTeam mit Bild

TMA 2025 PM

TMA 2025 Yvonne S Statment

Eine Auswahl von Medienberichten zum Treffen der Menschen mit Armutserfahrung:

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20251107_1930/nationale-armutskonferenz.html (hieraus auch Ausschnitte im rbb-Inforadio)

https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20251107_1930/armut-brandenburg.html

https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/buergergeld-reform-grundsicherung-kritik-100.html

www.ardmediathek.de/video/heute-in-deutschland/heute-in-deutschland-vom-7-november-2025/zdf/Y3JpZDovL3pkZi5kZS9QUk9EMS9TQ01TXzdmZjQ2NTdhLTBmNWMtNDEzOS05ZWFkLTRiMzEzMWExNTE1Yw

https://www.stern.de/news/nationale-armutskonferenz–betroffene-fordern-respekt-und-unterstuetzung-36195098.html (die hier zitierte afp-Meldung taucht an vielen Stellen bei online-Medien auf)

https://evangelische-zeitung.de/armutskonferenz-startet-wunsch-nach-respektvoller-debatte

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1195299.armut-armutskonferenz-es-gibt-immer-raum-fuer-verbesserungen-vor-ort.html

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1195313.soziale-ungleichheit-ich-kann-mich-wehren.html

https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/buergergeld-reform-grundsicherung-kritik-100.html

www.ardmediathek.de/video/heute-in-deutschland/heute-in-deutschland-vom-7-november-2025/zdf/Y3JpZDovL3pkZi5kZS9QUk9EMS9TQ01TXzdmZjQ2NTdhLTBmNWMtNDEzOS05ZWFkLTRiMzEzMWExNTE1Yw

Erklärungen der Nationalen Armutskonferenz zur „neue Grundsicherung“

Nationale Armutskonferenz zur „Neuen Grundsicherung“

Sozialpolitik muss wieder ernst genommen werden: Die Überwindung von Armut muss zentrales gesellschaftliches Ziel sein!

Durch die neue Grundsicherung sollen Kosten eingespart werden, indem Hilfen gegen Armut gekürzt werden. Diese Entsolidarisierung ist nicht hinnehmbar und zerstört Vertrauen in die Demokratie. Soziale Sicherheit schützt dagegen vor wachsendem Extremismus.

26-1-28 nak Neue Grundsicherung Erklärung

Sanktionspraxis im Bürgergeld: Regierung gefährdet Gesundheit und Wohnsicherheit tausender Menschen

Die Nationale Armutskonferenz (nak) warnt nachdrücklich vor den Verschärfungen der Sanktionspraxis in der Grundsicherung. In der öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Bundestages am 23.02.20261 wurden auch Einblicke in Erfahrungen von
leistungsberechtigten Menschen gegeben, die in der politischen Debatte sonst meist ausgeblendet werden: Hinter jeder Arbeitslosigkeit stehen reale Schicksale, Krankheitsverläufe und Familiengeschichten – und diese können fast alle Menschen treffen.

nak Sanktionen Buergergeld

SGB-II-Quiz: die Antworten

Hier die richtigen Antworten:

  1. C – Das Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1GG) führt in Verbindung mit der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) zur staatlichen Aufgabe, die physische Existenz und ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben für alle zu sichern.
  2. A – Der Anteil liegt bei 10,3 % (51,95 Mrd. Bürgergeldausgaben von 502,5 Mrd. Bundeshaushalt).
  3. D –Der Schaden durch Steuerhinterziehung wird üblicherweise auf jährlich etwa 100 Milliarden geschätzt. Der Schaden durch Sozialbetrug beim Bürgergeld bleibt jedenfalls im dreistelligen Millionenbereich, wurde für 2024 mit 260 Millionen beziffert, das wären also in dem Fall 0,26 % von 100 Mrd. Der Steuerbetrug würde somit den Sozialbetrug um das ca. 385fache übersteigen.
  4. B – Es waren 0,8 %.
  5. A – Der monatliche Regelbedarf für Ernährung beträgt in der Altersgruppe der 6-13jährigen 136,37 €. In Monaten mit 30 Tagen sind das: 4,54 Euro.

 

 

SGB-II: Einladung zum Quiz – mehr Fragen als Antworten!

Wir haben heute die folgende Mail an die Abgeordneten im Ausschuss für Arbeit und Soziales geschickt, sortiert nach Fraktionen:

wie in vielen politischen Debatten dominieren auch im Streit um die Grundsicherung oft gefühlte Wahrheiten statt wirklicher Fakten. Jetzt wird die „neue Grundsicherung“ mit der neuerlichen SGB-II-Reform eingeführt.

Als Organisationen und Verbände, die sich für die Rechte von Menschen in prekären Lebenslagen stark machen, möchten wir Sie deshalb einladen, anlässlich der 2./3 Lesung der SGB-II-Reform an unserem kleinen Grundsicherungs-Quiz teilzunehmen, das Sie in der Anlage finden.

Wir haben fünf Themen ausgewählt, die in der Öffentlichkeit oft falsch oder verzerrt dargestellt werden.

Schreiben Sie uns Ihre Antwort an armutskonferenz@diakonie.de !

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern winken attraktive Preise: Einladungen in unsere sozialen Einrichtungen, verschiedene Gesprächsformate mit unseren Organisationen und wertvolle Fachinformationen!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Die Auflösungen zu den Fragen können Sie am Tag nach der Abstimmung nachlesen auf https://www.nationale-armutskonferenz.de/

Ein weiteres attraktives Angebot ist unser Bürgergeld-Bingo: Wie würden Sie von 563 Euro leben? Auch hier können Sie Mitspielen: https://buergergeld-bingo.de

26-3-2 Grundsicherungsquiz für Bundestagsabgeordnete

18. Treffen der Menschen mit Armutserfahrung –  6. – 8. November 2025 / Berlin #TMA25

In diesem Jahr wird das 18. Treffen der Menschen mit Armutserfahrung in Berlin stattfinden. Das Treffen wird inhaltlich von einer im Jahr 2024 gewählten Orga Gruppe vorbereitet.

vom 6. – 8. November 2025 wird das nächste Treffen der Menschen mit Armutserfahrung in Berlin stattfinden.  Ein umfangreiches Programm ist von der Orga-Gruppe organisiert und gestaltet worden.

Wir freuen uns sehr, dass einige Abgeordnete des Bundestages, Ihre Teilnahme zugesagt haben.

#TMA25 und #Armutswende

„18. Treffen der Menschen mit Armutserfahrung –  6. – 8. November 2025 / Berlin #TMA25“ weiterlesen

Positionspapier Armut und Gesundheit

Die Nationale Armutskonferenz ruft die demokratischen Fraktionen des 21. Deutschen Bundestages zu einer aktiven Politik der Armutsbekämpfung auf. Es gilt, die aktuell bestehende Kausalität „Armut macht krank, Krankheit macht arm“ endlich aufzulösen. Dazu benötigt es konkrete Handlungen in unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsvorsorge und -versorgung für armutsgefährdete und -betroffene Menschen.

Das aktualisierte Positionspapier ging heute an alle Abgeordneten im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages: 25-08-01 Nationale Armutskonferenz_Positionspapier Armut macht krank

Appell des „Ratschlag Kinderarmut“

Gemeinsam mit dem „Ratschlag Kinderarmut” fordert die Diakonie Deutschland massive Investitionen in die soziale Infrastruktur, um Kindern und Jugendlichen bessere Startchancen zu ermöglichen. In Deutschland sind mehr als 2,8 Millionen Kinder von Armut betroffen.

„Kinder und Jugendliche ohne Zukunft – das können und wollen wir uns nicht leisten. Angesichts der Milliardenhilfen für die Wirtschaft ist es nicht nachvollziehbar, warum die Bundesregierung nichts gegen Kinderarmut unternimmt“, sagt Elke Ronneberger, Bundesvorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. „Wer in seiner Kindheit oder Jugend sozial abgehängt wird, hat ein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen: in der Bildung, auf dem Arbeitsmarkt und bei der Gesundheit. Die Folgekosten muss die gesamte Gesellschaft bezahlen. Investitionen in Kinder und Jugendliche sind Investitionen in Wohlstand und Demokratie. Nur wer von klein auf erlebt, dass eine Gesellschaft engagiert Beteiligung und Teilhabe fördert, kann sich auch für unsere Demokratie begeistern.“ „Appell des „Ratschlag Kinderarmut““ weiterlesen